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Martha Musil an Robert Musil 1914-1916

Briefe im Krieg - Mit Briefen der Eltern Musils und seiner Stieftochter Annina
Corino/Peer
Böhlau-Verlag GmbH u Cie.
ISBN/EAN: 9783205773832
Umbreit-Nr.: 1718597

Sprache: Deutsch
Umfang: 256 S.
Format: cm
Einband: kartoniertes Buch

Erschienen am 31.12.2007
Auflage: 1/2005
€ 29,90
(inklusive MwSt.)
Nicht lieferbar
  • Zusatztext
    • Im Jahr 1980 wurden bei der Entrümpelung eines Kellers in Bozen zahlreiche Briefe an Robert Musil aus den Jahren 1914-1916 gefunden. Neben den Briefen von Martha Musil, welche den Hauptanteil ausmachen, fand man auch aufschlussreiche Briefe von Musils Eltern und liebe Kinderbriefe Annina Marcovaldis, Martha Musils Tochter. Der Bozner Fund ist schon deshalb bedeutsam, weil sich kaum Briefe an Musil erhalten haben. Die meisten wurden im Frühjahr 1945 in Wien vom Bombenhagel vernichtet. Martha Musil war in großem Maße am Werk ihres Mannes beteiligt - als psychische Stütze, wichtigste Gesprächspartnerin und engagierte, kompromisslose Kritikerin. Ohne ihre Lebenserfahrungen, in welche sie ihm detailliert Einblick gab, hätten einige seiner Erzählungen und Romanabschnitte des "Mann ohne Eigenschaften" nicht geschrieben werden können. Interessant sind die Briefe jedoch nicht nur hinsichtlich der Beziehung der Eheleute Musil, sondern auch als historische Dokumente. Robert Musil, der im August 1914 nach Linz zum Landsturm einrückte, war in den Jahren 1914-1916 in Südtirol als Landsturm-Oberleutnant stationiert. Martha Musil, die den Krieg als Kasperltheater bezeichnete, zog von Berlin nach Innsbruck und später nach Bozen, um ihrem Mann näher zu sein, ihn unter glücklichen Umständen sehen zu können und den Postweg ihrer täglich bis zu drei Briefe, die meist der Zensur unterlagen, sicherer zu wissen. Die Briefe Martha Musils sind stürmisch, angstvoll, liebestrunken, böse, ohnmächtig und hoffnungsvoll. Sie erzählen von den Sehnsüchten und Nöten einer intellektuellen, von Schicksalsschlägen erprobten Frau, die vom Krieg an den Rand des Wahnsinns getrieben wird. Sie erzählen von einer großen Liebe - zu einem großen Schriftsteller - im Ersten Weltkrieg.
Im Jahr 1980 wurden bei der Entrümpelung eines Kellers in Bozen zahlreiche Briefe an Robert Musil aus den Jahren 1914-1916 gefunden. Neben den Briefen von Martha Musil, welche den Hauptanteil ausmachen, fand man auch aufschlussreiche Briefe von Musils Eltern und liebe Kinderbriefe Annina Marcovaldis, Martha Musils Tochter. Der Bozner Fund ist schon deshalb bedeutsam, weil sich kaum Briefe an Musil erhalten haben. Die meisten wurden im Frühjahr 1945 in Wien vom Bombenhagel vernichtet. Martha Musil war in großem Maße am Werk ihres Mannes beteiligt - als psychische Stütze, wichtigste Gesprächspartnerin und engagierte, kompromisslose Kritikerin. Ohne ihre Lebenserfahrungen, in welche sie ihm detailliert Einblick gab, hätten einige seiner Erzählungen und Romanabschnitte des "Mann ohne Eigenschaften" nicht geschrieben werden können. Interessant sind die Briefe jedoch nicht nur hinsichtlich der Beziehung der Eheleute Musil, sondern auch als historische Dokumente. Robert Musil, der im August 1914 nach Linz zum Landsturm einrückte, war in den Jahren 1914-1916 in Südtirol als Landsturm-Oberleutnant stationiert. Martha Musil, die den Krieg als Kasperltheater bezeichnete, zog von Berlin nach Innsbruck und später nach Bozen, um ihrem Mann näher zu sein, ihn unter glücklichen Umständen sehen zu können und den Postweg ihrer täglich bis zu drei Briefe, die meist der Zensur unterlagen, sicherer zu wissen. Die Briefe Martha Musils sind stürmisch, angstvoll, liebestrunken, böse, ohnmächtig und hoffnungsvoll. Sie erzählen von den Sehnsüchten und Nöten einer intellektuellen, von Schicksalsschlägen erprobten Frau, die vom Krieg an den Rand des Wahnsinns getrieben wird. Sie erzählen von einer großen Liebe - zu einem großen Schriftsteller - im Ersten Weltkrieg.
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